Der Spion bei deinen Shoppingtrips

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Photo by djdeeprub

Als begeisterte Online Shopperin bin ich viel im Internet unterwegs, erkunde gerne neue Seiten und googel mich durch die Weiten des Netz.
Dabei bleiben gewisse Risiken natürlich nicht aus.

Risiken? Genau!

Denn sehr schnell kann ein Computer krank werden, weil er sich einen Virus eingefangen, einen Trojaner oder ähnliches. Mit einer der gefährlichsten Dinge die passieren können, sind Programme die sich (meist) unbemerkt in dein System einschleichen und Auswirkungen auf die Performance deines Rechners haben, die Einstellungen verändern können, dir ungewollte Werbung zuschicken oder auch Dritten Informationen über dein Surfverhalten oder deine Dokumente vermitteln.
Diese Programme sind unter Namen wie Spyware, Adware, Malware, Hijackware und einigen anderen mehr, bekannt. Von Viren unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht versuchen, sich weiterzuverbreiten.

Wie kommen diese Programme auf den PC

Sie sind oft an kostenloser Software angehängt, die du dir aus dem Internet downloadest. Oftmals merkst du es noch nicht einmal, dass sich diese unwillkommene Programme auf deinem PC eingenistet haben.
Doch auch wenn du durchs Internet surfst, durch Instant Messaging, durch das Lesen deiner E-Mails oder wenn du dir Musik (aus nicht ganz offiziellen Quellen) oder auch andere Dateien downloadest, kann es passieren.

Was ist der Zweck

Was steckt dahinter? Warum und was machen diese Programme auf meinem Rechner?
Ganz einfach, sie sammeln private Informationen wie Kreditkarten-Nummern und Passwörter. Zum selben Zeitpunkt nutzen sie deine Internetverbindung, um diese gesammelten Informationen an andere Computer weiterzugeben. Dort können sie für eine ganze Reihe an Möglichkeiten eingesetzt werden; von Werbung bis hin zu Identitätsdiebstahl.

  • Keylogger – Diese Übeltäter sind wenig daran interessiert, welche Webseiten du täglich besuchst. Sie verfolgen vielmehr das Interesse eingegebene Kontonummern, Passwörter oder andere Zugangsdaten aufzunehmen, während du sie in die entsprechenden Felder eingibst.
  • Scumware – Hat sich diese Art von Programm bei dir eingeschlichen, wird sie sprichwörtlich deine Sicht der Dinge verändern. Dieses Programm verändert nämlich die Ansicht der Webseiten die du besuchst und ersetzt den echten Inhalt durch Werbung. Die Unternehmen, die durch Scumware werben, erhoffen sich eine Steigerung der Wirksamkeit ihrer Werbemethoden.
  • Malware – Auswirkungen von Malware können zum Beispiel die Manipulation oder das Löschen von Dateien oder die technische Beeinflussung der Sicherheitssoftware (wie z. B. Firewalls und Antivirenprogramme) eines Computers sein. Es ist bei Malware auch üblich, dass eine ordnungsgemäße Deinstallation mit den generell gebräuchlichen Mitteln fehlschlägt, so dass zumindest Software-Fragmente im System verbleiben. Diese können möglicherweise auch nach der Deinstallation weiterhin Schaden anrichten.

Erkennen und handeln

Dein PC könnte infiziert sein, wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Die Startseite deines Internetbrowsers ist plötzlich nicht mehr die, welche du gespeichert hattest.
  • Dein PC verbindet sich, von dir ungewollt, selbstständig mit dem Internet.
  • Dein PC arbeitet sehr langsam, besonders die Verbindung des Internet ist eher kriechend.
  • Deine Favoriten, die du in deinem Internet Explorer gespeichert hast enthalten Links und Ordner, die nicht von dir stammen.
  • Deine Firewall schlägt Alarm und meldet Programme, die eine Verbindung zum Internet herstellen wollen.

Doch alles kein Grund zur Sorge!!! Man kann sich zwar nicht zu 100 Prozent vor einem solchen „Angriff“ schützen, doch es gibt Maßnahmen, die dir und deinem PC helfen, sich sicher im Internet zu bewegen. Also keinen Grund zur Panik.

Was also kannst du tun:

  • Installiere dir mindestens zwei Programme, die Spyware erkennen und von deinem Computer entfernen können. Es ist gut möglich, dass eines der Programme etwas findet, was das andere Programm nicht entdeckt.
    Kostenlose Programme, die sich bewährt haben, sind Spybot und Ad-Aware.
  • Sofern du es noch nicht getan hast, installiere ein Antiviren – Programm. Hier findest du kostenlose und kostenpflichtige Antiviren – Programme.
  • Aktualisiere die oben genannten Programme regelmäßig.
  • Regelmäßig das Betriebssystem des PCs über automatische Updatefunktionen aktualisieren.
  • Vor einer Softwareinstallation sollte geprüft werden, ob in den Lizenz- oder Nutzungsvereinbarungen automatische Kommunikationsfunktionen oder Ähnliches erwähnt wird. Wenn dies der Fall ist sollten alternative Programme genutzt werden.
  • Nur wirklich notwendige Programme installieren
  • Sei vorsichtig, wenn du kostenlose Software herunterlädst. Bist du dir nicht ganz sicher, googel nach dem Programm und finde heraus, was es ist.
  • Verlangt eine Seite, dass du etwas downloadest, damit du die Seite besser darstellen kannst, verneine dies besser und halte dich davon fern!
  • Hast du den Verdacht, dass an deinem Rechner etwas nicht stimmt, update dein Antivirenprogramm und deine Anti-Spyware Programme und führe einen kompletten System Scan durch. Bist du danach noch immer unsicher, ob alles entfernt ist, dann ziehe einen PC erfahrenen Freund oder Freundin zu Rate.

Diese Tipps werden dir sicherlich helfen, künftig noch sicher das Internet nach Shopping-Schnäppchen zu durchsuchen. Denn ich spreche aus Erfahrung wenn ich sage, dass das Entfernen und Vernichten solcher Programme länger dauert, als alle Vorsichtsmaßnahmen um sie zu vermeiden. *Glaubt mir, ist es erst einmal passiert, hat man eine Menge Arbeit und Ärger vor sich*

Doch selbst die beste Software und alle Vorsichtsmaßnahmen können nicht verhindern, dass vielleicht doch einmal dein PC „krank“ wird. Das solltest du nie vergessen und immer mit offenen Augen durchs Internet gehen.

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