Geschenke: Wie man bekommt, was man sich wünscht

Photo by the_moog

Trotz einer ganzen Ladung an Zaunpfählen die wir an Hinweisen mit uns herum geschleppt haben und Hunderten von tiefen Seufzern die mit einem „Ach, das würde mir aber gut gefallen“ Aussagen begleitet wurden, kommt es immer wieder vor, dass wir Geschenke bekommen mit denen wir nichts anzufangen wissen. Geschenke die uns sprichwörtlich den Kopf schütteln lassen.

Wie kann man ungewollte Geschenke vermeiden?

1) Kontrolliere deine Begeisterungsstürme vor wichtigen Anlässen wie Geburtstag oder auch Weihnachten! Erwähne wirklich nur solche Dinge beiläufig in Gesprächen, die du dir auch wirklich, WIRKLICH wünscht!
Auch Claude weiß davon zu berichten:

…gab es von meiner inzwischen verstorbenen Oma zu allen Anlässen immer eine Schachtel Mon Chéri. Ich hatte einmal erwähnt, dass ich die eigentlich ganz gerne esse und wurde dan jahrelang damit dauerversorgt.

Und als ich klein war, soll muss es mal ein ganz schreckliches Weihnachtsfest für mich gegeben haben. Ich hatte mir offenbar eine Puppenstube gewünscht, dieses dem Weihnachtsmann aber nicht auf offiziellem Wege mitgeteilt. So war ich dann natürlich zu Tode beleidigt, als es keine Puppenstube gab. Die gab es ein Jahr später, aber interessiert hat sie mich nicht mehr sonderlich. Das jedenfalls wird immer gerne mal wieder erzählt.

2) Sei klar und deutlich in der Beschreibung dessen, was du dir wünscht! So kommt es erst gar nicht zu eventuellen Missverständnissen!

Hilli:
Ich weiß noch, ich habe mir mal so ne Typberatung gewünscht mit schminken, Haare stylen, verändern eben und was habe ich vom Ehemann bekommen? Eine Farbberatung! Das war der Horror!!! Eine ältere pikfeine Dame berät eine deutlich jüngere Chaosfrau *lach* Zwei Welten trafen aufeinander… wie gut, dass ich von mir nach der Farbberatung kein Foto gemacht habe, ich sah aus wie ein Papagei und der Ehemann hat sich schlapp gelacht! Okay, die Veränderung hatte ich, aber so wollte ich sie absolut nicht! Tja, so können Missverständnisse entstehen

3) Bekommst du ein Geschenk das dir nicht gefällt, sei dankbar (immerhin beschenkte man dich) aber zeige keine übertriebene Freude. Ein bescheidenes „Danke“ und ein freundliches Lächeln tun es auch.

Maak:

Mein Stiefbruder hat sich einst erdreistet mir Duschgel und Deo von adidas zu schenken. Duschgel und Deo! Zu Weihnachten! Und das war kein Scherz – Von wegen jemandem suggerieren er riecht komisch oder so. Das war ein ernst gemeintes Geschenk!

Hallo?!? Geht’s noch? Was bekackteres war wohl nicht drin.

Habe mich aber wohl dermaßen entzückt von der tollen Idee gegeben, dass es ein Jahr später das gleiche nochmal gab – diesmal allerdings von axe. Mal schauen was ihm dieses Jahr cleveres eingefallen ist.


Photo by Zunami

Und was geht gar nicht?

Welche Geschenke schenkt man aus Prinzip schon nicht? Gibt es etwas was ein absolutes No-Go ist?

Maak: Duschgel und Deo einer Marke meiner Wahl habe ich das ganze Jahr über im Haus. Es gibt nichts was ich mir zu weihnachten weniger wünsche als Duschgel und Deo.

Rouven: Schuhe, Krawatten usw. mit Applikationen drauf. Auch, wenn man die Simpsons mag, muss Bart kein Blickfang an den Füßen sein

Miss Shoppingverse: Alles was zu praktisch ist! Ein Geschenk soll Spaß machen und etwas sein das Freude macht.

Nimms mit Humor!

Aber was soll man sich wundern oder gar ärgern über ein merkwürdiges Geschenk!? Nimm es mit Humor, denn immerhin hast du nun eine lustige Geschichte zu erzählen.

Das Ungewöhnlichste was Miss Shoppingverse vor Jahren einmal geschenkt wurde, war ein Brotbackautomat. Zum Geburtstag! Von meinem damaligen Freund!!!
Ich kann euch sagen, ich war im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos. Ein Brotbackautomat!!
Zugegeben, ich hatte wohl irgendwann einmal verlauten lassen, dass ich die Dinger interessant fände, doch ich selbst wäre ja nie auf die Idee gekommen mir einen zu kaufen, geschweige denn zu wünschen.
Nun ja, der Brotbackautomat existiert nicht mehr, der Freund auch nicht und die Geschichte ist zumindest lustig zu erzählen.

Netty:
Ehemann hat mal ein feuerrotes Top geschenkt bekommen – ich habe es im Moment an. Es war ein Top mehr für Frau als Mann – Ehemanns Gesicht werde ich nie vergessen als er es auspackte.;)

Miss Rondelette:
Ich habe ihm vor zwei Jahren mal einen Bonbonspender in den Adventskalender gepackt: Ein Rentier, man musste seinen Schwanz drücken und aus dem Poppes kam ein Bonbon. Er hat mir erst vor kurzem gesagt, dass das das Schlimmste war, was er je bekommen hat… Ich finde es immer noch witzig und könnte mich kaputt lachen…
Ich selber habe von meinen verstorbenen Großeltern immer tolle Geschenke bekommen: Gläserset mit Tieren des Waldes draus, wie für einen Jäger, lila Bettwäsche mit neongrünen Tulpen… Scheußlich. Und von meiner Schwester gab es mal eine chinesische Thermoskanne, statt eines Verschlusses war ein mit Mullbinde umwickeltes irgendwas drin… Komischerweise hat die Kanne den Umzug nicht überlebt.

Was tun mit unsinnigen Geschenk?

Gut dass du fragst und noch besser, dass ich darauf bereits eine Antwort gefunden habe! *g*
Im Artikel „Was tun mit Geschenken, die nicht zu dir passen“ findest du einige Ideen, was du mit Geschenken tun kannst, die dir nicht gefallen.

Liebste Grüße, viele tolle Geschenke und schöne Feiertage,
Miss Shoppingverse!

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7 Comments

  • ich finde das beschissenste geschenk ist hier gar nicht vertreten: süßigkeiten (ausgenommen selbstgebackene plätzchen o.ä.)! ich denk mir dann immer „mensch spar dir doch das geld oder drück mir den euro lieber gleich so in die hand, davon hab ich mehr“ :D spätestens an ostern wandern die schokonikoläuse dann bei mir in den müll. muss ja keiner wissen :D

    dieses jahr hab ich schon 6 stück bekommen.

  • @ Jenna: Stimmt! Ich mag zwar Süßigkeiten, aber schenken muss man sie mir nun wirklich nicht. Aus irgendeinem Grund schenkt mir auch jeder Mon Chéri und ich mag die Dinger ja überhaupt nicht. Dann wie du sagst, lieber das Geld :-)

  • Das eigenartigste Geschenk das ich und alle anderen Familienmitglieder mal geschenkt bekommen haben, waren Schneeketten. Bin mir sicher, daß sie im Angebot waren und der Hintergedanke sicherlich lieb gemeint war, aber Schneeketten zu Weihnachten und vorallem für alle Familienmitglieder?
    Ich hätte noch eine Frage an die Fachfrau. Ich habe bald Geburtstag und wünsche mir ein ganz bestimmtes Paar Tamaris Stiefel. Wie kann ich das meinem Göttergatten auf die Nette erklären, ohne ihm dezidiert zu sagen:“ Ich will diese Schuhe, in dieser Größe und du kaufst sie am Besten hier oder dort ein“? Gibt es eine Möglichkeit es etwas mehr durch die Blume zu sagen und trotzdem die richtigen Stiefel zu bekommen?

  • @ Rosi: Wenn du einen Blog hast, dann poste doch eine Wunschliste (inkl der Produktbilder und entsprechender Links). Das ist meiner Erfahrung nach recht effektiv. Freunde Verwandte… jeder der deinen Blog liest, weiß somit sofort wie man dir eine Freude machen kann.
    Ansonsten werde ich diese Frage heute in einem Post mal alle fragen. Vielleicht kommen ja noch andere Ideen dazu. :-)

  • @ Miss S.: Vielen Dank für den Tip mit dem Blog. Tja, leider habe ich keinen eigenen Blog. Ich habe mir schon überlegt mit einer Freundin stille Post zu spielen und dass sie meinem Gespons die genauen Schuhe verklickert. Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich das Link zu den Schuhen irgendwo in Ihrem Blog unter einem anderen Namen veröffentliche? Dann könnte meine Freundin meinem Mann den Post zeigen und ihm sagen, daß ich die Stiefel hier gefunden habe und echt begeister war :).

  • @ Rosi: Wenn du ihm den Link auf meinem Blog zeigst, kannst du ihm auch gleich die Schuhe im Shop zeigen. Subtil ist das dann ja nicht mehr :-)
    Interessanter fände ich da die Idee, wenn du deinen eigenen Blog gründest. (Geht kostenlos bei Blogger.com oder auch bei WordPress) Dann hast du auch einen Grund ihm den Blog zu zeigen. Ganz nach dem Motto, schau mal ich habe nun meinen eigenen Blog und ich habe auch schon etwas gepostet!
    Auf jeden Fall viel Glück, ich drücke die Daumen.

  • @Miss Shoppingverse: Hatte mehr so in Richtung gedacht, daß meine Freundin ihm den Post zeigt. Aber ich kann mir vorstellen, dass ein eigener Blog vielleicht etwas subtiler wäre. Muß mir noch überlegen wie ich meinen ersten Post am Besten schreibe. Was halten Sie davon, wenn ich eine Bewertung über die Schuhe, als meinen ersten Blog schreiben würde (in die Richtung, warum sie toll sind etc…) ? Werde mich mal bei Blogger und WordPress schlau machen. Danke für die Idee.

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