Sweatshop made: aus Green is the new black

"Woher weiß ich, dass ein Kleidungsstück in einem Sweatshop gefertigt wurde?" Ein Auszug aus dem Buch "Green is the new black" von Tamsin Blanchard.

Ein kleiner Auszug aus Green Is the New Black. How to Change the World with Style
von Tamsin Blanchard, dem Buch welches ich gerade lese. *Ich habe es für euch übersetzt*

“Green is the new black” von Tamsin Blanchard
Green Is the New Black. How to Change the World with Style

Woher weiß ich, dass ein Kleidungsstück in einem Sweatshop gefertigt wurde?

Unglücklicherweise gibt es darauf keine einfache Antwort. Die Traurige Wahrheit sieht so aus, dass selbst ein Kleidungsstück welches relativ teuer ist, auch in einem Sweatshop produziert worden sein könnte. Laut Martin Hearson, Kampagnen Koordinator für Labour Behind the Label, „Die Probleme sind struktureller Art und erstrecken sich über alle Unternehmensbereiche, in allen Unternehmen und wir sind gefordert die Industrie als Ganzes einzubinden.
Die Leute sollten sich eher die Frage stellen: „Wie kann ich als Einzelperson Unternehmen beeinflussen, die Arbeitsverhältnisse in ihren Produktionsstätten zu verbessern?“ „.

Deswegen sollte man beim Kauf von Kleidung diese drei Fragen stellen:

  1. Wie viel wird den Arbeitern die diese Ware herstellen dafür gezahlt?
    Einige Unternehmen behaupten es sei nicht möglich den Mindestlohn für Arbeiter zu zahlen und es gibt bereits Debatten innerhalb der Bekleidungsindustrie darüber, wie der Mindestlohn zu berechnen sei. Das Worker Rights Consortium argumentiert allerdings, dass der berechnete Mindestlohn mindestens die Kosten decken sollte, damit ein Arbeiter für seine Familie zumindest das Nötigste bezahlen kann, wie etwa Lebensmittel & Wasser, Strom & Miete, Kleidung, Arztkosten, Schule, Kindergarten, aber auch um ein wenig Geld zu sparen, oder auch für beliebige Einkäufe.
  2. Wie sehen die Arbeitszeiten aus?
    Kann ein Retailer nachweisen, dass die Arbeiter die für ihn produzieren, keine unzumutbaren Überstunden oder unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen, um firmeninterne Probleme mit der Warendisposition auszugleichen.
  3. Können Arbeiter selbst etwas für sich tun?
    Ist es den Arbeitern erlaubt in Gewerkschaften aktiv zu sein und Betriebsräte zu gründen, die ihre Bedürfnisse gegenüber ihren Arbeitgebern vertreten?

Natürlich werden nur die allerwenigsten Verkäufer oder Ladenbesitzer euch diese Fragen beantworten können. Daher ist jeder selbst gefordert seine Nachforschungen anzustellen. Sei es über das Internet oder ganz klassisch man fragt bei den entsprechenden Unternehmen an.
Ein halbwegs guter Weg ist es in kleinen Boutiquen, weniger namhafter oder unbekannter Designer, zu kaufen. Meiner Erfahrung nach produzieren diese vielfach noch im eigenen Land oder stellen ihre Designs sogar noch selbst her. Plus! – Man trägt mit solchen Stücken nichts, was alle anderen auch haben.

Wer Tipps hat, welche kleine Boutiquen und Läden in seiner Stadt in Frage kommen (Online oder Offline), nur her damit! Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

____________________
Weitere Links:

Be the first to like.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam Kontrolle! Bitte löse: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.