Lesestoff für faule Sonntage – Mitten ins Gesicht

Mitten ins Gesicht vom niederländischen Autor Kluun ist ein ungewöhnliches Buch von einem ungewöhnlichen Autor mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Es ist seine eigene Geschichte.

Carmen und Stijn sind das typisch perfekte Paar. Sie sind cool, schön, arbeiten in fancy Werbeagenturen, wohnen in einem tollen Haus in einem amsterdamer Vorort und haben ein entzückendes Töchterchen. Und dann kommt‘s: Carmern hat Brustkrebs!
Es folgen dramatische Szenen, Chemo und alles was dazu gehört inklusive. Doch für Carmen gibt es keine Rettung mehr. Stijn, ein notorischer Fremdgeher und ich-will-nie-erwachsen-werden Typ, steht seiner Frau bis zum letzten Atemzug bei. Und trotz allem, an seiner Zuneigung zu Carmen kommt nicht der geringste Zweifel auf.

Dieses Buch ist sicherlich keine leichte Kost. Allein Kluuns postmoderner und sicher nicht jugendfreier Schreibstil ließ mich öfter mal schlucken. Noch nie – nie!! – habe ich für ein Buch Taschentücher benötigt, doch was Carmen und Stijn und auch die kleine Luna durchleben, trifft zwar nicht mitten ins Gesicht, dafür mitten ins Herz. Dies gilt übrigens auch für männliche Leser, denen ich das Buch empfahl.

Für mich ist es das größte Buch über die Liebe, das ich kenne. Doch die wahre Message hat die lebenslustige Carmen schon mittem im Buch in großen Lettern an ihre Wand malen lassen: Carpe Diem!

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