
Audrey Hepburn im kleinen Schwarzen von Givenchy
Die erste Frau, die im kleinen Schwarzen auf sich aufmerksam machte, war Virginie Avegno Gautreau. Die Amerikanerin heiratete im ausgehenden 19.Jahrhundert einen französischen Geschäftsmann. Das hielt sie nicht davon ab, mit gelegentlichen Seitensprüngen in der Pariser Gesellschaft für Aufsehen zu sorgen. Die ganze Stadt tuschelte über Madame Gautreau. Ihr Ruf war bereits angeschlagen, als sie für den Maler John Singer Sargent Modell saß.
Auf dem Bild “MadameX”, das später weltberühmt werden sollte, trug sie ein schwarzes, tief dekolletiertes Kleid mit diamantenbesetzten Trägern. Eine Aufmachung, die 1884 zum Skandal führte, denn Schwarz trugen damals nur Witwen, und die Kleider hatten züchtig und hochgeschlossen zu sein, wollte man nicht als gefallenes Mädchen gelten. Das Bild wurde aus der Ausstellung entfernt, und der Ruf von Madame Gautreau war endgültig ruiniert.

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Nach diesem bemerkenswerten Start dauerte es noch eine Weile, bis das kleine Schwarze tatsächlich auf dem Modeparkett heimisch wurde.
Sein Siegeszug begann 1926, als eine Zeichnung der französischen Modedesignerin Coco Chanel in der amerikanischen “Vogue” abgedruckt wurde: ein knielanges, schlichtes, untailliertes Kleid in der Farbe Schwarz. Die “Vogue” prophezeite damals ganz richtig, daß das Kleid eine Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden würde, und verglich es mit einem Auto der Marke Ford, denn es war schnittig und für die breite Masse gedacht.
Seit dem Filmklassiker “Frühstück bei Tiffany” 1961, wurde das “kleine Schwarze” endgültig zum Must-have, das in keinem Kleiderschrank fehlen darf. Entworfen hatte es Givenchy für Audrey Hepburn, seiner Muse. In der Rolle der Holly Golightly trug sie es mit jener Nonchalance und unvergleichlichen Anmut, die bis heute zum Synonym für Eleganz und Lady-Chic wurde.

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Immer wieder wurde das “kleine Schwarze” tot gesagt – mal von leuchtenden Farben verdrängt, mal sollte das “kleine Weiße” das eigentlich “kleine Schwarze” sein… Doch es kehrt wieder – mit neuen modischen Nuancen. Und es bleibt, was es seit Coco Chanel schon war: Ein Kleid, in dem jede Frau zu jeder Gelegenheit einen stilvollen Auftritt hat. Denn das “kleine Schwarze” bringt ein Kunststück fertig: Man wirkt sinnlich und verführerisch darin, dabei doch immer “angezogen”.
Das kleine Extra:
- The little black dress lives – Video von Fordmodels.tv
- Das kleine Schwarze. (Taschenbuch)
von Amy Holman Edelman
- Die Kunst, Chanel zu sein
Gespräche mit Coco Chanel
- Die schönsten kleinen Schwarzen der wichtigsten Designer – Bildergalerie
Dies war meine Mittwochs-Faszination in dieser Woche. Wie ist es mit euch? Welche Modeträume beschäftigen euch in dieser Woche, die euch nicht aus dem Kopf gehen?
Einen wunderschönen Tag euch allen,
Miss Shoppingverse!






oh toll, audrey :)
das video werd ich gleich gucken wenn ich daheim bin (von ford)