Outline yourself – 15 Fragen an lassy fair

Sabine hat eine phantastische Haarfarbe, schreibt super nette EMails und ist Gründerin und Designerin des Schmucklabels lassy fair – jenem Label, dem Miss Shoppingverse Lieblingskette entstammt! Was es in Sabines Leben neben Bambis, Froschkönigen und schlafenden Schönheiten noch alles gibt, verrät sie uns in einem Interview!

15 Fragen an lassy fair


Sabine Zechner - lassy fair

Name: Sabine Zechner
Wohnort: München
Sternzeichen: Wassermann

Seit wann gibt es lassy fair und woher kommt der Name: seit 1,5 Jahren.
Zum Namen:

Als es das Label schon gab, aber noch keinen Namen dazu, habe ich ihn eines Tages gefunden, ohne ihn zu suchen, deshalb passt er so 100 prozentig: Im Fernsehen gab es eine Sendung, wo es um „laisser-faire“ ging. Beim ersten Mal habe ich mich verhört und wunderte mich, warum der das falsch ausspricht. Ich hörte eben lassy fair. Und da war der Name schon geboren:

  • als großer Hundefreund war mir Lassie schon immer sympatisch
  • „lassie“ auf engl. bedeutet „Mädchen“: für die mache ich meinen Schmuck
  • l a s – die ersten Buchstaben sind auch die ersten von l a s ern, der Technologie, die ich für meinen Schmuck einsetze.
  • Das laisser-faire – Prinzip ist mir auch sympatisch – jeder, wie er will.
  • „laisser-faire“ bedeutet „machen lassen“ –auch im umgekehrten Sinn kann man bei mir machen lassen. Ich entwerfe nicht nur den Schmuck, sondern gehe auch Synergien mit den Kunden ein. Gleichzeitig entstehen auch Synergien mit den einzelnen Gewerken, die an der Produktion des Schmucks beteiligt sind.
  • „fair“ soll alles sein – das Zusammenspiel mit den Vertrieblern, die Offenheit meines Labels, die Produktionsformen, usw – dann macht es Spaß und das spürt man dann auch in meinen Sachen?

Wo findet man dein Label online:
In meinem eigenen Shop: www.lassy-fair.com, bei Hokohoko.com, musthave.de, und shopwindoz.com

Woher nimmst du deine Inspiration:
Vom Im-Leben-Stehen, vom Offen-Sein, manchmal von meinen ganz persönlichen Befindlichkeiten und von Gesprächen mit Freunden.

Welche Hürden gab es zu Beginn der Label-Gründung zu überwinden:
Das liebe Geld…das Material muss hochwertig sein (ich verwende nur den teuren Chirurgen-Edelstahl, um der Nickelverordnung gerecht zu werden), die Motive werden versilbert oder vergoldet und durchlaufen vorher auch noch einige Prozesse, um eine schöne Oberfläche zu gewährleisten – all das musste ich vorfinanzieren, um erstmal eine kleine Produktpalette anbieten zu können. Dafür habe ich einen privaten „Microkredit“ bekommen, sonst hätte ich die Umsetzung der Idee von „lassy fair“ gleich wieder ad acta legen können.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei dir aus:
Computer einschalten, EMails abrufen, die Online-Bestellungen erledigen (wenn die Praktikantin gerade nicht da ist). Ab dann ist der Tagesablauf nicht mehr so genau definierbar, weil er sehr differenziert ist.
Ich muss ständig schauen, dass meine Website aktuell ist, die programmiere ich selbst… Fotos müssen von den neuen Produkten gemacht werden, danach müssen sie aufbereitet werden, den Vertrieblern immer den aktuellen Stand zukommen lassen, Ware versenden, Lieferscheine schreiben, inzwischen kommen Spezialveranstaltungen hinzu, für die ich die Präsentation entwerfen und produzieren lassen muss. Dann kommt wieder neue Ware vom Lasern, die ich begutachte und zum nächsten Prozess schicke, inzwischen sollte ich wieder einen neuen Wiederverkäufer akquirieren, schnüre ein Präsentationspaket und mache mich auf die Socken. Dann fragt wieder eine Zeitschrift nach Infomaterial an, zwischendurch sollte mal wieder ein neues Motiv entworfen werden, die Mengenliste muss permanent kontrolliert werden, damit die Motive verfügbar bleiben, ebenso die Ketten, deren Produktion ca. 1 Monat dauert, dann wird wieder im Internet nach neuen Materialien geforscht, die Augen und den Kopf ständig offen halten für neue Ideen und Vertriebswege, Interviews beantworten und Rechnungen bezahlen.
Irgendwann kommt mein Sohn dann vom Kindergarten nachhause und entwirft seine eigenen Motive ;-D


Stücke aus der lassy fair Kollektion: Collier „Greenwich“/ Kette „Vogel trifft Schmetterling“ / Es war die Nachtigall…

Welches sind deine persönlichen Lieblingsstücke aus deiner Kollektion:

  • Mein persönliches Lieblingsstück ist das Collier Greenwich, der Beginn von lassy fair, das Urstück und nach wie vor etwas, das sich abhebt, wie ich finde. Ich trage meinen Schmuck auch gerne selbst, weil ich dazu stehe und die Reaktionen dann hautnah mitbekomme – und die sind wirklich groß und ganz wichtig als Feedback für meine Arbeit.
  • Dann trage ich gerne 2 Anhänger zusammen: den Froschkönig und die Nachtigall, die passen super zusammen, mit unterschiedlicher Kettenlänge kommt das gut.
  • Bei den Blusen ist fast immer das Kropfband mit dem flammenden Herz dabei.

Wo siehst du die Schmucktrends in diesem Jahr:
Im Modeschmuckbereich liegen die nach wie vor bei den langen Ketten mit diversen Anhängern dran, die Motive sind umfangreich, aber ich glaube, dass jetzt langsam Schluss ist mit den Totenköpfen und dem Heavy-Metal-Look, die 80-er müssen auch im Schmuck ihr Revival feiern, deshalb gibt es jetzt wieder vermehrt Plexischmuck, generell muss aber fast bei jedem Outfit eine Kette mit – und da darf auch geklotzt werden. So sind es nicht nur die langen üppigen Varianten, sondern auch halsnahe Colliers in allen möglichen und unmöglichen Formen.

Was motiviert dich jeden Tag aufs Neue:

Die vielen Ideen, die ich noch verwirklichen muss und das tolle Feedback von den Kundinnen, da weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin, das ist das Wertvollste, was es gibt. Danke dafür an alle!

Was war bislang das beste Schnäppchen, das du für dich gekauft hast:
Eine Lady mit zwei Hunden an der Leine aus Gips aus den 40ern.
Zum Anziehen: In Wien gibt es noch so urige Läden, die Verlassenschaften entrümpeln und alles zu Spottpreisen verkaufen. In der Nähe meiner Wohnung gab es so einen, den ich fast täglich besuchte. Einmal war ein selbst genähter schwarzer Mantel aus den 40ern dabei, der so viele feine Details in der Ausarbeitung hat, die ich gar nicht alle aufzählen kann, wunderschöner Stoff, fällt super, Schnitt genial – und das ganze um 5 Schilling (nicht mal 50 Cent). Den Mantel haben schon einige bewundert und er kommt nie aus der Mode.

Drei Webseiten/Blogs, etc die du täglich besuchst und ohne die du nicht mehr leben willst:

  • 4stats – trockene Statistik über meine Website
  • Die Website meiner Online-Bank
  • Alles, was ich an Information aus dem Netz bezgl. Hersteller, Oberflächenbearbeitung, Material, neue trends und Hintergründe von Märchen und Geschichten kriegen kann – da ist meine Favoritenliste ziemlich lang und wird ständig erneuert.

Wo gehst du am liebsten Einkaufen:
Oje, ertappt, ich kaufe mir sehr wenig, weil alles Geld in das Label fließt… aber wenn ich einkaufen könnte, würde ich zu Jil Sander und Marc Jacobs gehen ;-D

Was würdest du jemandem raten, der sein eigenes Label gründen will:
Mit Mut rangehen, Durchhaltevermögen zeigen und viel Realismus beweisen im Umgang mit den Kosten, aber vor allem rausgehen und viel Arbeit in die Öffentlichkeitsarbeit stecken, denn die Leute können nur das kaufen, was sie kennen.

Vielen lieben Dank Sabine, dass du dir die Zeit genommen hast!!!

Liebste Grüße,
Miss Shoppingverse

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2 Comments

  • schau an, da hab ich gerade heute in meiner mittagspause was drüber gelesen und wollte mich näher informieren und mir die sachen angucken. was fürn zufall. praktischer gehts ja kaum! biste denn wieder fit?

  • @ frau L: Passt ja dann prima! ;-) Ich weiß nicht, ob du den Shoppingverse Newsletter bekommst, aber ich hatte auch dort schon letzte Woche kurz darüber geschrieben und die 20% Rabatt angekündigt. Ich liebe diesen Schmuck und muss definitiv noch mindestens ein bis zwei weitere stücke davon haben *lach*
    Und ja bin wieder fit soweit. Ein Gutes hatte es ja, die Krankheit unterstützte meine Diät extrem gut! *lach*

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