Wenn Prada Pakete schickt – Panel Diskussion re:publica 2010

Die vergangenen Tage war ich auf der re:publica in Berlin – der größten Bloggerkonferenz in Deutschland.
Viele von euch haben sicher über Twitter mitbekommen, dass ich dabei auch zu einem Panel ging mit dem süßen Namen: “Wenn Prada Geschenke schickt”

Mit im Panel saßen Mahret Kupka twoforfashion und fnart, Julia Knolle – lesmads.de, Mary Scherpe – stilinberlin.de, pudri.blogspot.com und Tillmann Prüfer, der Leiter des Stilressorts des Zeit-Magazins. Diskutiert wurde darüber, wieviele Geschenke die Unabhängigkeit verträgt, ist trotz Geschenken eine objektive Darstellung innerhalb der Blogs überhaupt möglich  und wie sich die Branche verändert und wo geht die Reise hin.

Um euch einen Einblick in die interessante Diskussionsrunde zu geben, habe ich euch so gut es geht ein Video davon gemacht. (entschuldigt das Gewackel an manchen Stellen, mein Arm schlief irgendwann ein)

Hier geht es zu: Teil 2 -Teil 3 -Teil 4Teil 5Teil 6

Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ihr das macht, vielleicht auch wie ich das sehe. Nun:

Ich für meinen Teil bekomme Geschenke, das ist kein Geheimnis. Und wenn ich Produkte bekomme, die ich nicht mag, schreibe ich auch nicht über sie. Wozu?!

Natürlich freut man sich über Produktproben und Geschenk, ich würde lügen, würde ich an dieser Stelle nein sagen. Doch ich bin auch der Meinung, nimmt man als Blogger an Kampagnen von Agenturen Teil (wie beipielsweise der im Video angesprochenen Samsung Aktion), kommt es auf jeden Blogger selbst an, wie er so etwas umsetzt und sich aus der Masse der teilnehmenden Blogs hervorhebt. Denn eines ist klar, es nervt wirklich jeden, wenn er zeitgleich auf 50 Blogs den gleichen Inhalt liest. Hier sind die Bloginhaber gefragt, kreativer zu werden. Doch auch sie müssen, wie Agenturen und Modeunternhemen auch, lernen damit umzugehen und das Beste für sich und ihre Leser herauszufiltern.

In meinem Falle habe ich mir die Tauschaktion ausgedacht, die vielleicht einige von euch noch in Erinnerung haben. So denke ich habe ich, auch wenn mein Blog sicher nicht die Zielgruppe für besagtes Handy anspricht (was aber Problem der umsetzenden Agentur ist, hier zu sieben), es doch zu einer ganz lustigen und kreativen Sache für mich und auch für euch werden zu lassen.

Leider ging der Speicherplatz meiner Flip ihrem Ende entgegen, als die Diskussionsrunde mit dem Publikum begann. Doch was meint ihr dazu? Werden (Mode) Blogger käuflich? Ist das nicht in anderen Bloch Nischen ganz ähnlich? Verändern sich unsere Inhalte, nur weil wir Geschenke bekommen und wie geht ihr selbst mit der ganzen Thematik um?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

PS: Vielen Dank an die Teilnehmer des Panels. Es hat Spaß gemacht eure Perspektive zu erfahren!

2 people like this post.
Related Posts with Thumbnails

Author:Miss Shoppingverse

Sandra Konrad, Founder & Editor von Shoppingverse.de und Contributer zu zahlreichen weiteren Blogs. Sandra gründete die Social Media Agentur media makis, bloggt seit 2004, liebt Cupcakes und das Internet.

15 Responses to “Wenn Prada Pakete schickt – Panel Diskussion re:publica 2010”

  1. 18. April 2010 at 13:23 #

    danke, dass du das video gemacht hast!

  2. 18. April 2010 at 14:17 #

    Danke auch von mir! Das war wirklich sehr interessant, die Standpunkte dieserr “großen” Blogger zu erfahren. Was wirklich schade ist, ist dass der Akku schlapp gemacht hat. Gerade auf die Antworten zur letzten Publikumsfrage wäre ich gespannt gewesen…

  3. Leo
    18. April 2010 at 14:30 #

    Ich finde es ok, wenn Blogger Geschenke annehmen und dann darüber schreiben… weil so erfährt man als Leser eben Vor- und Nachteile neuer Produkte… das beeinflusst ja schon sehr die Kaufentscheidung. Du kannst also meiner Meinung nach ruhig auch schreiben, wenn ein Geschenk eher schlecht abschneidet, Du hast ja schließlich keinen Vertrag ;)

  4. 18. April 2010 at 14:47 #

    Ich denke, dass es nicht nur auf die sogenannten Modeblogger/innen zutrifft. Dort fällt es nur dann mehr ins Auge, wenn die lieben Leutchen auf einmal nicht über “Discountketten” a la H&M, Primark & Co berichten, sondern über Label, die für Qualität sprechen, weil es gerade das ein oder andere Teil gab. Des Weiteren verkauft man in gewisser Weise auch ein Stück seiner Identität, wenn auf solche Angebote eingegangen wird – Nischen unabhängig. Ich bin nicht strikt dagegen, aber man sollte darauf achten die eigene personality zu wahren!

  5. 18. April 2010 at 20:22 #

    danke dir für die Videos!

  6. 19. April 2010 at 09:45 #

    erstmal danke für die videos! ich selbst verzichte zwar auf jede art werbung/sponsoring, aber ich finde es ok, wenn andere das machen. doch für mich ist kritik etwas konstruktives, im endeffekt macht das auf lange sicht auch produkte besser, also wäre es extrem wichtig, negative erfahrungen ebenso zu publizieren.

  7. 19. April 2010 at 12:20 #

    Danke Dir für den Post.

    Ich denke auch, man kann etwas über Geschenke bringen, positiv wie negativ, solange es die ehrliche Meinung ist. Originalität ist wichtig, für diese Form von Freiheit ist das Internet da. Sogar wir als Internet Shop/Corporate Blog, die von der Gunst des Publikums leben müssen, ziehen unser Ding durch und nehmen Sachen/Themen ins Programm auf die Gefahr hin, dass das nicht jedem gefällt.

    Solange die Inhalte aus dem Herzen kommen, kann von “käuflich” nicht die Rede sein. Und das spüren auch die Leser.

    Macht weiter so. :)

  8. 20. April 2010 at 12:38 #

    ich bedanke mich auch für den Post :-) supii …

Trackbacks/Pingbacks

  1. Stylekingdom.com - Fashion, Lifestyle und Gossip » Blog Archive » ‘Wenn Prada Pakete schickt’ - 18. April 2010

    [...] das gestern stattfindende Panel ‘Wenn Prada Pakete schickt’ zum Großteil mitfilmte und hier auch ihre Gedanken darüber teilt. Personen on stage: Mahret Kupka (F&Art), Julia (Les Mads), [...]

  2. Das war Berlin! « Dealhunter - 19. April 2010

    [...] “Wenn Prada Pakete schickt” (Ausführliches dazu gibt’s übrigens auf Shoppingverse), hatte ich ein wenig Zeit zum Shoppen. Denn zumindest Window-Shopping zu späterer Stunde mußte [...]

  3. re:publica 2010 - Maingold - 19. April 2010

    [...] unterdurchschnittlich war das Panel der Modeblogerinnen namens “Wenn Prada Pakte schickt”.  Die Damen und der Herr auf der Bühne verstrickten sich zu stark in die Frage, ob man denn [...]

  4. Blogspiegel zur re:publica 2010 – re:publica 2010 - 23. Juni 2010

    [...] Shoppingverse Wenn Prada Pakete schickt – Panel Diskussion re:publica 2010 [...]

  5. Das war Berlin! | Dealhunter Blog - 3. Dezember 2010

    [...] “Wenn Prada Pakete schickt” (Ausführliches dazu gibt’s übrigens auf Shoppingverse), hatte ich ein wenig Zeit zum Shoppen. Denn zumindest Window-Shopping zu späterer Stunde mußte [...]

Hinterlasse einen Kommentar


9 − = drei